Erfahrungsbericht aus Argentinien

Emma war 2014/2015 zum Jahresaustausch in Argentinien.

Nach acht Monaten im Gastland schrieb sie uns den folgenden Brief:
"Eigentlich wollte ich, obwohl mein Austausch noch nicht beendet ist, etwas darüber sagen wieviel er mir bedeutet.

Vor 8 Monaten habe ich ohne zu wissen was mich dort in Argentinien erwarten würde viel zu viele Sachen gepackt und mich eher flüchtig von meiner Familie am Flughafen verabschiedet, weil ich es noch gar nicht verarbeitet hatte, dass ich wirklich ein Jahr so weit weg sein würde.

Manchmal kann ich es noch immer nicht glauben. Wenn ich meine Runde in meinem Lieblingspark hier drehe, um nachzudenken, oder abzuschalten, dann schaue ich mich manchmal um und mich überkommt ein ungewöhnlich großes Gefühl der Freude und Dankbarkeit, weil Rotary mir die Möglichkeit gegeben hat GENAU hier mit all diesen wunderbaren Leuten und wunderschönen Orten meinen Austausch zu machen. Ein Wort in dem so viel mehr steckt, so viel mehr als man denkt.

Rotary hat mir ermöglicht, alles zu verlieren

Rotary hat mir nicht den „nur“ den Austausch ermöglicht, sondern auch alle Dinge die dazu gehören. Rotary hat mir ermöglicht alles zu verlieren, was mir Sicherheit gab, meine Familie und Freunde, meine Sprache, meine Gewohnheiten und Kultur und auch mein gewohntes Landessystem, um mich vielleicht ein bisschen zu verlieren und letztendlich wiederzufinden, in einer Welt die ganz anders ist, als alles was ich bisher kannte. Rotary hat mir gezeigt zu was ich fähig bin und was in mir steckt und vielleicht in Deutschland nie zum Vorschein kommen konnte. Durch Rotary habe ich so viel gelernt, über das Leben und die Unterschiede in der Welt, vielleicht auch über Menschen im Allgemeinen und vor allem über mich selbst. Ich werde mit ganz vielen Eindrücken und Erfahrungen und argentinischen Traditionen zurückkehren und ich werde die eine oder andere Änderung in meinem Leben vornehmen. Und ich werde sicherlich auch Spuren hier in Argentinien hinterlassen, nicht nur als fehlende Freundin oder Familienmitglied, vielleicht auch als der Beweis dafür, dass Deutsche nicht immer ernst sein müssen… und auch nicht immer so ordentlich. Dem einen oder anderen habe ich vielleicht auch dazu gebracht den Wunsch zu haben irgendwann nach Deutschland zu reisen, um zu erleben wie ich dort so lebe.

Ich habe gelernt, dankbar zu sein

Im Großen und ganzen habe ich gelernt, dass das Leben nicht immer perfekt sein muss und dass es immer Aus und Abs gibt und, dass es trotzdem schön ist, ich habe gelernt dankbarer zu sein für das was ich jetzt habe und auch wertzuschätzen, dass meine Familie und Freunde mich gehen gelassen haben, um genau dies alles für mich selbst herauszufinden und mein kleines Abenteuer zu leben.

Ich glaube ich werde es nicht genug sagen können, aber Danke Rotary, von ganzem Herzen vielen Dank!!!"

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