Auslandsjahr in Ecuador

Nicht ein Jahr in einem Leben, ein Leben in einem Jahr

Wenn ich ehrlich bin, sitze ich jetzt bereits seit ein paar Minuten vor einem leeren Word-Dokument und weiß nicht wo ich anfangen soll.

Jahresbericht … Was soll das denn überhaupt heißen? Na klar, ein Bericht, der erzählt was ich ein Jahr lang in einem fremden Land so gemacht habe, was mich geprägt hat und was ich mir daraus mitgenommen habe.

Und jetzt sitze ich hier, bin heute seit genau 365 Tagen wieder in Deutschland, und denke über zehn Monate nach, die mir bereits jetzt wie ein weit entfernter, wunderschöner Traum vorkommen.

Was hab ich denn eigentlich in Ecuador gemacht? Wie kam es überhaupt dazu? Wenn ich das so genau wüsste. „Ecuador?! Wie bist du denn darauf gekommen?“, so lautet die typische Reaktion vieler Leute, wenn ich das erste Mal von meinem Abenteuer erzähle. Ehrlich gesagt kann ich mich nicht mal mehr so genau daran erinnern, wann ich die endgültige Entscheidung meiner Wunschländer traf. Ich weiß, dass ich gerne die USA, hauptsächlich um einmal eine Highschool besuchen zu können, oder Südamerika, um Spanisch zu lernen, angeben wollte. Bald hatte ich mich dann für Argentinien entschieden, denn die einzigen spanischsprachigen Länder die ich mir auf Anhieb vorstellen konnte waren Chile, Mexiko und eben Argentinien. Ich sprach also mit dem YEO meines Clubs und dieser empfahl mir, doch auch mal über die kleineren Länder Südamerikas nachzudenken. Irgendwie wurde ich auf Ecuador aufmerksam obwohl ich ehrlich gesagt zu diesem Zeitpunkt ziemlich wenig über das Land wusste. Ich entschied mich also spontan dazu, es als meinen Erstwunsch anzugeben. Zum einen, weil ich gerne in ein außergewöhnliches Land wollte, zum anderen, weil ich einen Erfahrungsbericht gelesen hatte, in dem von wunderschöner Natur und Landschaften berichtet wurde. So wurde aus USA und Argentinien dann mein Erstwunsch Ecuador und trotz der dort notwendigen 10 Impfungen und panischer Angst vor Spritzen, bin ich dennoch wirklich heilfroh, dass ich mich so entschieden habe.

Ecuador ist eines der biodiversesten Länder der Welt und wirklich wunderschön. Es gibt vier verschiedene Klima- und Vegetationszonen, den Amazonas-Regenwald, die subtropische Küste und die Bergregion in der ich lebte. Mein Traum bei 30 Grad am Strand zu liegen und die Annahme aller meiner deutschen Freunde, dass ich braun gebrannt zurückkommen würde, hatte sich bereits im Mai vor meiner Abreise zerschlagen. Denn da erfuhr ich, dass ich mein Auslandsjahr in Riobamba verbringen würde. In Wikipedia las ich dann, dass ich auf 2800 m über NN wohnen und bei einer durchschnittlichen Temperatur von 15 Grad frieren würde. So viel also zu dem Land am Äquator.

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